Abteilung und Poliklinik für Sportorthopädie

Knorpelschaden

Mikrofrakturierung

Diese Methode ist bei isolierten, kleinen (<2cm2), gut abgrenzbaren Knorpelläsionen mit erhaltender, subchondraler Knochenschicht angezeigt. Bei diesem regenerativen Verfahren werden arthroskopisch kleine Löcher in das Defektareal „gepickt“, aus denen dann mesenschymale Stammzellen einwandern und ein Regeneratknorpelgewebe bilden.

Matrix-assoziierte Chondrozyten Transplantation (MACT)

Dieses Verfahren wird bei größeren, symptomatischen Knorpeldefekte des v.a. des Kniegelenkes angewendet. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um ein zweizeitiges Verfahren. Zunächst werden in einem ersten arthroskopischen Eingriff Knorpelzellen aus einem minderbelasteten Randbereich des Kniegelenks entnommen. Diese werden im Labor angezüchtet, vermehrt und bereits in vitro auf eine biphasische Matrix aufgebracht. Dieses dreidimensionale Konstrukt wird ca. 3 Wochen später in einem zweiten operativen Eingriff minimalinvasiv in den Knorpeldefekt transplantiert. Mit diesem Verfahren können Defektgrößen bis ca. 14 cm2 therapiert werden.

Ist der darunterliegenden Knochen ebenfalls betroffen, so kann der Defektgrund zunächst mit körpereigener (autologer) Knochenspongiosa unterfüttert werden. Anschließend werden die Knorpelzellen darüber implantiert.